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Wer immer in Fethiye, in Kas, Kalkan oder Patara für einige Tage Quartier genommen hat oder längs der Küste entlang fährt und die Möglichkeit für einen zwei- bis dreistündigen Abstecher sieht, dem wird der Besuch des Saklikent Canyons nachdrücklich empfohlen.
Die Anfahrt führt durch kleine, verschlafene Dörfer und das nahende Ziel lässt sich durch die bald wachsende Zahl von kleinen Cafes und Verkaufsständen erraten. Plötzlich ist es soweit: führte die Straße zuvor allenfalls über sanfte Hügel endet er am Fuß eines Bergmassivs an einem nicht besonders wilden Wildwasserfluss. Dort gibt es die obligatorischen Verkaufsstände, ein Camp mit Baumhäusern für die Nacht, Raftingangeboten, Imbissmöglichkeiten und einem Ticketoffice, bei dem ein Obolus zu entrichten ist, bevor ein Steg betreten werden kann, der vielleicht zwei, dreihundert Meter in denn Canyon hineinführt.
Bereits der Weg auf dem Steg ist für sich beeindruckend, denn bald ragen links und rechts Felswände gut und gerne 200 bis 300 Metern in die Höhe empor. Am Ende des Stegs findet sich ein Cafebetrieb, bei dem man in otomanischen Sitzgruppen im Freien oberhalb und neben eines Zusammenflusses des eigentlichen Wildbaches und einer anderen Quelle sitzen und Tee trinken kann. Hier befindet sich auch der eigentliche Einstieg in die Schlucht. Wer bis zu 13 Kilometer weit in die Schlucht vordringen möchte, muss hier durch eine Stromschnelle waten, die je nach Wasserstand 50 bis 70 cm tief ist. Unverzichtbar sind Badeschuhe, die in minderer Qualität vor Ort auch geliehen werden können. Möglichst kurze Hosen werden angeraten und Vorkehrungen für die Kamera, möchte man dieselbe nicht im Wagen oder bei wasserscheuen Freunden zurück lassen.
Der Autor dieser Zeilen durchwatete die Stelle im Frühjahr 2005 und traute sich nicht seine Kamera mitzunehmen, was er im Nachgang sehr bedauerte. Die Einstiegsstelle sieht wilder raus, als sie ist und im Frühjahr 2005 half zudem ein im Wasser liegendes Seil zur Orientierung. Dennoch sollte die Kamera möglichst gut mindestens in Plastiktüten verpackt sein, um den Canyon nicht in schlechter Erinnerung zu behalten. Wer es einrichten kann, sollte so früh wie möglich, d.h. idealerweise gegen 10 Uhr morgens zum Canyon gelangen, um möglichst ungestört in die Schlucht vorzudringen. Der Enthusiast sollte eine Übernachtung in Erwägung ziehen. Wer Baumhäuser lieber besichtigt, als in ihnen zu übernachten, der findet in zwei bis drei Kilometer Entfernung (Richtung Norden) zwei recht komfortable Hotels.
Und warum James Bond grüßen lässt? Nachdem der englische Superagent so ziemlich jede Landschaft dieser Erde (un)sicher gemacht hat, braucht es nicht viel Fantasie, sich bei der Wanderung durch die Schlucht vorzustellen, wie er sich links oder rechts über 300 Meter abseilt, freeclimbed oder mit merkwürdigen Flugapparaten Kunsttücke vollführt. Locationscouts aufgepasst.

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