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SIMA PEACE Pansiyon & Restaurant
Ulupinar - Cirali
Kemer - Antalya
Tel. 0090/(0)242 / 825 7245
Fax 0090/(0)242 / 825 7181
Mobil 0090/(0)532 / 238 1177
(Email: info@simapeace.com / es wird keine Gewähr übernommen, dass diese Email auch regelmäßig abgerufen wird)
Internet: www.simapeace.com
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Wer die Küstenstrasse von Antalya aus nach Westen fährt, mit Kemer die grossen touristischen Hochburgen hinter sich lässt, findet sich im Olympos Nationalpart wieder. Die zum Teil dicht bewaldete Bergregion ist gleichermassen ein Paradies für Wanderer, Freunde antiker Stätten und Sonnenanbeter. Dort, in der Bucht von Olympos, liegt das kleine Dorf Cirali, das - obgleich touristisch erschlossen - seinen Charme einer ursprünglichen Obstbauernsiedlung bewahrt hat.
Wer mit dem Bus Richtung Kalkan/Fethiye anreist, lässt sich vom Fahrer am Abzweig Cirali absetzen. Von dort schlängelt sich eine schmale Strasse den Berg hinab, die bald einem Wildbach folgt, an dem einige wenige Restaurants mit vorzüglichen Forellen locken. Wer ohne eigenen PKW unterwegs ist, steht vor der Wahl, ein (relativ teures) Taxi zu nutzen oder - in der Saison - auf den Dolmus zu warten. Wer der nachfolgenden Pensionsempfehlung folgt, kann sich an der Strasse abholen lassen (hier ist ein Handy hilfreich).
In dem von grünen Bergrücken umgrenzten Tal breitet sich gleichsam eine Obstplantage aus. Versteckt in dieser Oase finden sich einige Dutzend kleine Pensionen, viele mit kleinen hölzernen oder aus Stein gebauten Hütten, die alle über Dusche und WC verfügen.
Dem Leser dieser Zeilen wird die SIMA PEACE PENSION uneingeschränkt empfohlen, deren Wirtin Aynur Kurt für eine herzliche Atmosphäre und Abends für erstklassige türkische Küche bürgt. Fünf Minuten vom Strand entfernt besteht die Pension aus einem steinernen "Hauptgebäude", in dessen Obergeschoss sich drei Doppelzimmer (DU/WC) befinden. Vier Holzhütten mit allem Komfort (Klimaanlage, Fliegengitter, DU/WC) schließen vom Weg aus links einen kleinen, terassenähnlichen Platz ab, der zum Weg hin durch ein geräumiges, rundum mit Fenstern versehenes Holzgebäude abgegrenzt wird. Auf dieser Terrasse spielt sich das Pensionsleben ab. Hier ist am Morgen ein für türkische Verhältnisse opulentes Frühstücksbuffet aufgebaut, an dem man sich nach Herzenslust bedienen kann. Wasser und Tee werden - nahezu rund um die Uhr - kostenlos gereicht. Auf einem Kühlschrank liegt ein kleines Buch, in dem man die kaltgestellten Efes-Pilsen, das Cola etc. vermerkt, das man im Verlauf des Tages und Abend konsumiert. Wer für andere Menschen - Reisende wie Gastgeber - offen ist, findet hier eine zauberhafte Atmosphäre, die viel mit der Herzlichkeit der Pensionswirtin zu tun hat, der nicht nur ihr Beruf Spass macht, sondern die ihre Gäste als Freunde, fast als Teil ihrer Familie behandelt.
Wer in der Hängematte Siesta hält, die hin und wieder durch das Geräusch eines Telefonklingelns unterbrochen wird, das von Aynurs Papagei täuschend echt nachgemacht wird, für den könnte der heimische Alltag nicht ferner sein. Am späten Nachmittag beginnt in der Küche ein Wirken und Werken. Es wird das reichhaltige und abwechslungsreiche Abendessen (10 Euro) zubereitet, das als kleines Buffet auch den stärksten Esser satt macht.
Jeder der nach Cirali kommt, sollte mindestens zwei Nächte einplanen. Über den kilometerlangen Kieselsandstrand erreicht man in 25 Gehminuten die antike Stätte Olympos, die mit ihren zum Grossteil vom Grün überwucherten Ruinen von einer fernen, nahezu urbanen Vergangenheit zeugt. Wer die antike Stätte durchquert erreicht das heutige Olympos mit seinen Baumhauspensionen, die indes wohl eher siebzehnjährige Rucksacktouristen reizen dürften.
Cirali ist vermutlich auch der schönste Ort, um einen Strandurlaub von einer Woche und länger jenseits des Massentourismus zu verbringen. Selbst zu Hochsaisonzeiten ist der Strand nie überfüllt. In dem Olympos nächstgelegenen Strandteil gibt es Strandliegen und Sonnenschirme. Das Wasser ist klar und hat bereits Anfang Mai eine angenehme Badetemperatur, die die deutsche Ostsee selbst im Sommer nicht immer erreicht.
Von der Bucht aus lassen sich Bootsausflüge unternehmen. Dabei kann auch die antike Stätte Phaselis besucht werden. Das Tal ist auch für seine am Hang gelegenen "ewigen" Flammen berühmt, wo Erdgas aus dem Boden tritt. Nach Einbruch der Dunkelheit bieten Flammen und die vom Mond beschienene Bucht einen nachhaltigen Eindruck.
Wer ohne Fahrzeug vor Ort ist, kann sich Aynurs Wagen leihen, um die vier bis fünf Kilometer bis zum steilen Aufstieg zu den Flammen zu fahren. Taschenlampe nicht vergessen, andernfalls wird es eine elende Stolperei zum Ziel. Und: Vergessen Sie nicht, etwas zu trinken mit sich zu führen (und zwar nicht nur Wein oder Bier). Selten genug sind die Flammen einer der wenigen Orte, wo keine dienstbaren Geister für das Wohlergehen der Touristen sorgen.
Wer seine Tage nicht ausschliesslich am Strand verbringen will und gerne wandert, findet im Reiseführer vom Michael Müller Verlag gute Wegbeschreibungen für zwei Tageswanderungen.
Schon viele Reisende sind länger als geplant in Cirali geblieben. Wer keinen eigenen Wagen hat, kann sich - vorausgesetzt er bleibt mindestens drei Nächte - von Aynur Kurt für 50 Euro von der Festung Pansiyon oder aber direkt vom Flughafen abholen lassen.
Das Doppelzimmer inkl. Frühstück kostet von Oktober bis April 25 und von Mai bis September 30 Euro. Wer mehr als zwei Nächte bleibt, sollte insbesondere in der Nebensaison nach Preisnachlass fragen. Das Abendessen kostet 10 Euro und ist sein Geld wert. Alleinreisende können mit fünf bis zehn Euro Nachlass auf den Zimmerpreis rechnen. Ein Babybett ist vorhanden.

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